Fachtag setzt auf Beteiligung, Praxiserfahrung und politischen Dialog

Kiel | 24. Juni 2026. Die Grundlagen für einen besseren Gewaltschutz in der Eingliederungshilfe sind geschaffen: Es gibt gesetzliche Vorgaben, fachliche Empfehlungen und in Schleswig-Holstein die Verpflichtung für Einrichtungen der Eingliederungshilfe, Konzepte zur Gewalt- und Missbrauchsprävention vorzuhalten. Gleichzeitig zeigen aktuelle Studien weiterhin, dass Menschen mit Behinderungen überdurchschnittlich häufig von Gewalt betroffen sind – insbesondere in Werkstätten für behinderte Menschen und besonderen Wohnformen. Die Umsetzung eines wirksamen Gewaltschutzes bleibt vielerorts eine Herausforderung. So beschreibt eine Fachkraft die Situation mit den Worten:

„Es gibt Konzepte. Es gibt Verantwortliche. Aber die stehen auf dem Papier. Und manche vergessen nach zwei Jahren, dass sie diese Funktion überhaupt haben.“

Die Herausforderung besteht deshalb nicht allein darin, Konzepte zu entwickeln, sondern verschiedene Maßnahmen wirksam und dauerhaft im Alltag zu verankern.

Vor diesem Hintergrund lädt die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen in Kooperation mit dem PETZE-Institut für Gewaltprävention zum Fachtag „Gewaltschutz in der Eingliederungshilfe – zwischen Erfolg und Ernüchterung: Was braucht Schleswig-Holstein?“ ein. Ziel ist es, Bilanz zu ziehen, voneinander zu lernen und gemeinsam konkrete Schritte für die Weiterentwicklung des Gewaltschutzes im Land zu erarbeiten.

Besonders ist dabei das Format der Veranstaltung: Der Fachtag versteht sich als interaktives und inklusives Experiment das Menschen mit Behinderungen, Leitungen und Fachkräfte von Leistungserbringer, Vertretungen von Leistungsträgern, Fachberatung und Politik in einen direkten Austausch bringt. Der Fachtag will sichtbar machen, was bereits gut funktioniert, wo Unterstützung und Ressourcen fehlen und welche nächsten Schritte Schleswig-Holstein für einen wirksamen Gewaltschutz in der Eingliederungshilfe braucht. Denn Gewaltschutz gelingt nicht durch Vorgaben allein, sondern durch eine Kultur des Hinsehens, Lernens und gemeinsamen Handelns.

Weitere Informationen unter: https://www.inklusion.sh/aktuelles/veranstaltungen/veranstaltung/gewaltschutz-in-der-eingliederungshilfe-zwischen-erfolg-und-ernuechterung-was-braucht-schleswig-holstein/

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Wir laden Sie herzlich ein, über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Schutz vor sexualisierter Gewalt zu berichten. Für Rückfragen und weiteren Austausch stehen wir gerne zur Verfügung.

Bitte wenden Sie sich an: petze@petze-kiel.de oder 0431/ 92333. 

 

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Über das PETZE-Institut für Gewaltprävention:

Der Schutz von Schutzbedürftigen vor sexuellem Missbrauch und sexualisierter Gewalt ist seit über 30 Jahren zentrales Anliegen des PETZE-Instituts für Gewaltprävention. Dafür bilden wir Erwachsene, die mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen arbeiten, fort – in Kiel, Schleswig-Holstein und darüber hinaus.

PETZE-Institut für Gewaltprävention gGmbH
Dänische Straße 3–5
24103 Kiel
petze@petze-kiel.de
V. i. S. d. P.: Heike Holz, PETZE-Institut für Gewaltprävention gGmbH, Kiel

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