Kiel | 26.01.2026. Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke hat am Montag, 12.01.2026, die interaktive Präventionsausstellung „ECHT KLASSE“ des PETZE-Instituts für Gewaltprävention an der Grundschule Schilksee besucht. Ziel des Treffens war das Kennenlernen der Arbeit des PETZE-Instituts sowie der Austausch über schulische Prävention, Schutzkonzepte und Handlungssicherheit für Lehrkräfte. Das Bildungsministerium fördert die schulische Arbeit des PETZE-Institut mit jährlich 100.000 € und hatte u.a. auch die 2004 erbaute interaktive Präventionsausstellung ECHT KLASSE finanziert.

Die Ausstellung richtet sich an Kinder der Klassenstufen 3 und 4 und vermittelt zentrale Präventionsbotschaften altersgerecht und spielerisch. In einer Gesprächsrunde tauschten sich die Ministerin, Schulrat Michael Harder, Schulleitung Uta Stamp und das PETZE-Institut über Praxiserfahrungen, die Umsetzung von Schutzkonzepten sowie aktuelle Herausforderungen in der Präventionsarbeit aus. Hintergrund des Treffens sind die weiterhin hohen Fallzahlen sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Auch für Schleswig-Holstein zeigen Studien, dass sexualisierte Gewalt kein Randphänomen ist: Schätzungen gehen davon aus, dass etwa jedes siebte bis achte Kind im Laufe der Kindheit oder Jugend betroffen ist, wobei ein erheblicher Teil der Taten im Dunkelfeld bleibt. Schule kommt daher eine zentrale Rolle als Ort der Prävention und Stärkung zu.

Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke:

„Prävention beginnt dort, wo Kinder ernst genommen werden und sichere Räume für Gespräche entstehen. Die Ausstellung „ECHT KLASSE“ zeigt eindrucksvoll, wie Kinder altersgerecht gestärkt werden können, Gefühle zu benennen, Grenzen wahrzunehmen und Hilfe anzunehmen. Schulen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie sind Orte des Lernens, aber auch des Schutzes und der Ermutigung. Lehrkräfte erhalten durch die Ausstellung zudem wertvolle Impulse, Prävention im Schulalltag sensibel und wirksam zu verankern.“

Heike Holz, Geschäftsführerin des PETZE-Instituts für Gewaltprävention, betonte die Bedeutung früher, stärkender Prävention:

„Positive Prävention bedeutet, Kinder zu stärken und ihnen Sprache für Gefühle, Grenzen und Hilfesuche zu geben – nicht, ihnen Angst zu machen. Schule ist dabei ein zentraler Ort, weil hier alle Kinder erreicht werden können und Prävention Teil von Bildung wird.“

Mit Blick auf die landesweite Anfragenlage machte Holz deutlich, wie groß der Bedarf an präventiven Angeboten ist:

„Die Nachfrage nach unseren Präventionsausstellungen ECHT KLASSE und ECHT KRASS ist sehr hoch. Wir könnten deutlich mehr Ausstellungen anbieten, als es unsere aktuellen Kapazitäten zulassen“,

so die Geschäftsführerin.

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Wir laden Sie herzlich ein, über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Schutz vor sexualisierter Gewalt zu berichten. Bitte wenden Sie sich an: petze@petze-kiel.de oder 0431/ 92333.

 

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Über das PETZE-Institut für Gewaltprävention:

Der Schutz von Schutzbedürftigen vor sexualisierter Gewalt ist seit 30 Jahren zentrales Anliegen des PETZE-Institut für Gewaltprävention. Wir bilden Erwachsene, die mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen in Kiel, Schleswig-Holstein und darüber hinaus fort.

PETZE-Institut für Gewaltprävention gGmbH
Dänische Straße 3–5
24103 Kiel
petze@petze-kiel.de
V. i. S. d. P.: Heike Holz, PETZE-Institut für Gewaltprävention gGmbH, Kiel

 

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