Prävention von sexualisierten Übergriffen im (Breiten-)Sport – „Bei uns passiert sowas nicht“
Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an Teilnehmende aus Schleswig-Holstein, da die Veranstaltung vom Sozialministerium SH gefördert ist.
Am 01. Juni 2026 von 16.00-19.00 Uhr, Teilnahmegebühr: 55,00 € (inkl. 7% MwSt.), inkl. Getränken und Snacks (Mittagsversorgung ist selber zu organisieren).
Skandale und Berichte von Betroffenen sexualisierter Gewalt aus Profi– und Breitensport in den vergangenen Jahren zeigen, dass Sportvereine leider nicht immer sichere Orte sind, sondern Schauplatz sexualisierter Gewalt durch Verantwortliche sein können. Das verunsichert: Wie können Vereine bzw. im Sport Aktive Verantwortung übernehmen, Kinder und Jugendliche schützen – aber auch mit falschen Verdächtigungen umgehen? Außerdem gilt es, sexuellen Grenzüberschreitungen unter Kindern und Jugendlichen entgegen zu wirken, sowie kompetent mit Kindern und Jugendlichen umzugehen, die möglicherweise innerhalb ihrer Herkunftsfamilien sexuellen Missbrauch erleben. Fachwissen, Einigkeit im Verein sowie Selbstreflexion sind notwendige Voraussetzungen, um sich diesen Themen zu stellen.
Der Workshop soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern ein Ort für Austausch, Fragen und Entwicklungsprozesse sein.
Inhalte des Workshops:
Grundlagen zu sexuellem Missbrauch
- Täter*innenstrategien und Folgen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen
- Juristische, sportliche und pädagogische Einordnung von Fällen
- Besonderheiten im Sportbereich
Intervention bei Vermutung/Verdacht
- Möglichkeiten und Grenzen bei (möglichen) Fällen innerhalb der eigenen Strukt*iuren
- Möglichkeiten und Grenzen bei (vermuteten) Fällen außerhalb der eigenen Strukturen; vor allem in den Familien der Kinder und Jugendlichen
Prävention
- Präventionsbotschaften für Kinder und Jugendliche
- Institutionelle Möglichkeiten im Verein
- Chancen durch sportlichen Zusammenhalt und sportliches Selbstbewusstsein
Referent: Nils Raupach