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Liebe Freund*innen und Unterstützer*innen der PETZE,
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viele Jugendliche kommunizieren heute selbstverständlich über soziale Medien wie Instagram und Snapchat und Messenger-Dienste wie WhatsApp miteinander. Sie gehören zu den zentralen Medien, um Freundschaften und Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen. Dazu kann gehören, dass auch intime Bilder oder Nachrichten ausgetauscht werden: sogenanntes Sexting.
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Wir erleben oft Unsicherheiten bei Eltern und Sorgeberechtigen, Lehrkräften und Fachkräfte. Sie verknüpfen digitale Räume häufig ausschließlich mit Risiken und Gefahr und suchen nach Informationen und Unterstützung bei Fragen wie
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- Welche Rechte und Grenzen haben junge Menschen?
- Wie spreche ich mit Jugendlichen darüber?
- Wie kann ich sie stärken, ohne ihnen Angst zu machen?
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Und woran erkenne ich, wenn aus einer freiwilligen Handlung eine Grenzverletzung oder sogar Gewalt wird?
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Nicht alle Erwachsenen können Expert*innen für alle soziale Medien sein. Dennoch ist es wichtig, sich zu informieren, eine offene Haltung zu haben und Jugendlichen zu zeigen: Du kannst jederzeit mit mir über dieses Thema sprechen.
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Sexting ist nicht gleich Sextortion
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Wenn Jugendliche intime Bilder oder Nachrichten freiwillig miteinander austauschen, spricht man von Sexting. Ab einem Alter von 14 Jahren kann dies Teil der sexuellen Entwicklung sein und ist nicht grundsätzlich problematisch. Jugendliche haben ein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung – auch im digitalen Raum.
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Doch wie auch in anderen Lebenslagen, können junge Menschen Vertrauensbrüche und Vertrauensmissbrauch erleben. Erwachsene tragen die Verantwortung sie über die Risiken von Sexting zu informieren und sich mit Phänomenen mediatisierter sexualisierter Gewalt auseinanderzusetzen, z. B. mit Sextortion. Der Begriff ist ein Kofferwort aus den englischen Wörtern „Sex“ und „Extortion“ (Erpressung). Dabei werden intime Bilder oder Videos genutzt, um Menschen unter Druck zu setzen, zu bedrohen oder zu weiteren Handlungen zu zwingen. Betroffene werden beispielsweise aufgefordert, Geld zu bezahlen oder weitere Aufnahmen zu schicken, weil sonst bereits vorhandene Bilder veröffentlicht werden sollen.
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Wichtig ist dabei: Wer ein intimes Bild freiwillig verschickt, trägt nicht die Verantwortung dafür, wenn andere dieses Vertrauen missbrauchen. Werden Bilder ohne Einverständnis weitergeleitet, veröffentlicht oder in einem Klassenchat geteilt, liegt die Verantwortung bei den Personen, die diese Straftaten begehen.
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Dazu brauchen junge Menschen informierte Erwachsene, die bei Fragen von digitaler und sexueller Selbstbestimmung sowie zu Privatsphäreeinstellungen von Apps unterstützen können. Nicht alle Erwachsenen müssen Expert*innen für alle soziale Medien sein. Dennoch ist es wichtig, sich zu informieren, eine offene Haltung zu haben und Jugendlichen zu zeigen: Du kannst jederzeit mit mir über dieses Thema sprechen und wir schauen gemeinsam nach Antworten.
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Eine Sammlung von Hinweisen zur eigenen Medienbildung finden sich in unserer Instagram-Reihe zu #DigitalerDienstag bei @petze_praevention.
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Prävention bedeutet Wissen und stärken statt verbieten
Prävention bedeutet nicht, Jugendlichen zu sagen: „Verschick niemals ein intimes Bild.“ Prävention bedeutet vielmehr, mit ihnen über Einvernehmlichkeit, Bauchgefühl, Respekt, Vertrauen, digitale Grenzen und Unterstützungsmöglichkeiten zu sprechen.
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Fragen können dabei sein:
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- Warum verschicken Menschen intime Bilder?
- Was bedeutet Einverständnis im digitalen Raum?
- Was kann ich tun, wenn ein Bild weitergeleitet wird?
- Wo bekomme ich Hilfe, wenn ich mich unter Druck gesetzt fühle?
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Unsere Materialien informieren Lehr- und Fachkräfte, Eltern und Sorgeberechtigte über dieses wichtige Thema und ermutigen sie, mit den Jugendlichen in ihrem Umfeld darüber zu sprechen.
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In unserem Online-Shop finden Sie dazu folgende Materialien:
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- Sexting oder sexuelle Grenzverletzung? – Info-Flyer für Jugendliche (Bald überarbeitet wieder im Shop!)
- „Wo hört der Spaß auf?“ – Info-Broschüre über Sex, Konsens, Formen sexualisierter Gewalt und Hilfemöglichkeiten für Jugendliche ab 14 Jahren
- Sexting oder sexuelle Grenzverletzung? – Info-Flyer für Fachkräfte, Eltern und Sorgeberechtigte
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Viele weitere Informationen rund um das Thema finden sich auch auf unserer interaktiven Website für Jugendliche www.echt-krass.info.
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Die Materialien eignen sich für den Einsatz in Schulen, in der Jugendarbeit und für Gespräche in Familien.
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Gemeinsam können wir Jugendliche dabei unterstützen, digitale Räume selbstbestimmt, respektvoll und sicher zu gestalten!
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